Einladung zur Pressekonferenz am 3. März

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz wird zusammen mit Vertretern des Zweckverbandes und der Kommunen im Rahmen einer Pressekonferenz die Autoren der BUGA-Machbarkeitsstudie, die vom Innenministerium auf Bitten des Zweckverbandes vergeben wird, bekanntgeben

am Freitag, 3. März 2017, um 11 Uhr,

in der Marksburg (Burgschänke 1. OG),

56338 Braubach

Die Damen und Herren der Medien sind zu diesem Termin herzlich eingeladen. Vielen Dank für eine kurze Anmeldung unter pressestelle

 

Koblenzer Beiträge zur BUGA 2031

Die Rhein-Zeitung berichtete am 15. Februar 2017: das könnten die Koblenzer Beiträge zur BUGA in 14 Jahren werden (Quelle: http://bit.ly/rz15022017)

Koblenz. Wenn es 2031 tatsächlich eine Bundesgartenschau im Mittelrheintal gibt, ist auch Koblenz wieder ein Teil davon – und zumindest einen ersten Eindruck davon, wo und wie die neue Gartenschau im Stadtgebiet stattfinden könnte, geben nun mehrere Steckbriefe, die die Stadt vorgelegt hat.

So sie denn stattfindet, könnte eine Bundesgartenschau 2031 auch am Rhein zwischen Deutschem Eck (links) und Stolzenfels stattfinden. Die Stadt hat nun Steckbriefe vorgelegt, in denen sie umreißt, was in fünf Stadtteilen am Fluss passieren könnte, um diese fit für eine Buga zu machen. Foto: Landesamt für Vermessung und Geobasisinformationen

So sie denn stattfindet, könnte eine Bundesgartenschau 2031 auch am Rhein zwischen Deutschem Eck (links) und Stolzenfels stattfinden. Die Stadt hat nun Steckbriefe vorgelegt, in denen sie umreißt, was in fünf Stadtteilen am Fluss passieren könnte, um diese fit für eine Buga zu machen.
Foto: Landesamt für Vermessung und Geobasisinformationen

Für Ehrenbreitstein, Pfaffendorf, Horchheim, Oberwerth und Stolzenfels werden hier Anforderungen und gewünschte Entwicklungen aufgeführt, mit denen die Stadtteile fit für die Buga gemacht werden könnten.

Diese Steckbriefe sollen nun in die Machbarkeitsstudie einfließen, die die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz im ersten Quartal 2017 beauftragen will. Auf diese Weise sollen die „projektspezifischen Interessen der Stadt frühzeitig gewahrt werden“, erklärt die Verwaltung.

In den Jahren bis zur Buga 2031 sollen „Herausforderungen“ in den Bereichen Verkehr, Tourismus, Demografie und Wandel der Kulturlandschaft bearbeitet werden. Grundlage dafür sind auch die Steckbriefe, in denen Koblenz Ziele in den einzelnen Stadtteilen mit Blick auf die Gartenschau aufführt.

Viele Punkte wiederholen sich dabei in den Steckbriefen: Das Serviceangebot für Touristen soll aufgewertet und ergänzt werden, wertvolle Bausubstanz soll erhalten und die Geschichte des Ortes erlebbar gemacht werden, die Ortskerne sollen gestärkt, der Schienenlärm gemindert, stadtteilnahe Wanderwege ausgebaut und Ortseingänge gestaltet werden. Wo und wie genau diese und andere Ziele in den einzelnen Stadtteilen umgesetzt werden könnten, wird in den Steckbriefen aufgeführt.

  • Ehrenbreitstein: Hier kann sich die Stadt die Ansiedlung und Wiederaufnahme von Gastronomie im Bereich Hofstraße/Kapuzinerplatz beziehungsweise Pfaffendorfer Hafen vorstellen. Der Bahnhaltepunkt soll neu gestaltet werden, ebenso wie der Rheinuferweg. Am Rhein liegt dann auch der Schwerpunkt der Gestaltung der Grün- und Freiflächen: Die Uferbereiche und die Hafenmole sollen mit Bepflanzung aufgewertet werden, die Aufenthaltsqualität soll erhöht werden.
  • Pfaffendorf: Potenzial sieht man hier unter anderem am Pfaffendorfer Hafen (Gastronomie) und im Bereich Jahnplatz/Spangenberger Straße (Einzelhandel). Als Entwicklungsmöglichkeit in puncto Wohnungsbau werden „Floating Homes“, also Häuser auf dem Wasser, am Pfaffendorfer Hafen genannt. Am Rheinuferweg sollten Lücken geschlossen werden, auch soll dieser durch Bepflanzung aufgewertet werden. Jahnplatz/Spangenberger Straße sollen begrünt werden, von der Ortsmitte in Richtung Horchheim soll eine „Grünverbindung“ geschaffen werden.
  • Horchheim: Hier sieht man Potenzial in der Wiederaufnahme des Einzelhandels in der Ortsmitte und in Gastronomie am Mendelssohnpark. Abschnitte der Emser Straße sollen laut Steckbrief aus- oder umgebaut werden, hier ist die Rede von der Gestaltung der Ortseingänge, von neuen oder optimierten Querungshilfen und Gehwegverbreiterungen. Der Rheinuferweg soll ausgebaut werden – durch Lückenschlüsse ebenso wie durch Bepflanzung. Der westliche Mendelssohnpark soll zum Landschafts- und Naherholungspark werden, in dem auch das Teehaus neu inszeniert wird.
  • Oberwerth: Auf dem Oberwerth steht der „Rheinauenpark“ im Mittelpunkt. Hier sollen laut Konzept Freizeit- und Naherholungsangebote aufgebaut werden, er soll zum Landschafts- und Naherholungspark ausgebaut werden. Der Rheinuferweg und der Gewässerlehrpfad sollten ausgebaut und aufgewertet werden, und auch eine gastronomische Nutzung im Stadtteil soll zur Weiterentwicklung beitragen. Die Eichendorffstraße soll umgebaut und der Weberplatz zum Quartiersplatz umgestaltet werden.
  • Stolzenfels: Einen Schwerpunkt sieht die Stadt im Bereich des ehemaligen Waldschwimmbads oberhalb von Stolzenfels. Hier sei ein Freizeit-/Kletterpark denkbar sowie eine „naturnahe Bewirtschaftung“ des Außengeländes. Das Rheinufer soll auch hier attraktiver gestaltet werden, ebenso wie die Wegachse zwischen Rhein, Ortskern und Schloss Stolzenfels. Verkehrsberuhigung spielt in dem Stadtteil eine besondere Rolle, gerade auf der B 9, wo innerhalb des Ortes Fahrbahnverengungen, Versprünge, Bepflanzung oder Pflasterung denkbar sind.

Ausgeschlossen wurden in den Überlegungen übrigens zunächst einmal die Stadtteile, die schon bei der Buga 2011 berücksichtigt worden waren: Alt-, Innen- und Südstadt. Die Stadtteile nördlich der Moselmündung fallen außerdem raus, weil sie nicht mehr zum Welterbe-Gebiet zählen.

Von RZ-Redakteurin Stephanie Mersmann

Machbarkeitsstudie (März bis November 2017)

Nach der Vorstudie vom Herbst 2016 hat das rheinland-pfälzische Innenministerium im 2. Schritt die Erstellung einer umfassenden Machbarkeitsstudie ausgeschrieben.

Bis Ende Februar läuft das Auswahlverfahren, am 7. März werden die dann ausgewählten Auftragnehmer ihre Vorstellungen für den Prozess der Machbarkeitsstudie in der Versammlung des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal vorstellen.

Die Machbarkeitsstudie soll als Bewerbungsdokument 2017/2018 an die Deutsche Bundesgartenschau GmbH (DBG) übergeben werden. Die DBG ist Eigentümer der Marke “Bundesgartenschau” und vergibt die 2-jährig stattfindende Bundesgartenschau an Kommunen. (Foto: PIELmedia)