Statt Bettwäsche für den Gast gibt’s die alte Socke vom Vorgänger – Wie aus 2 Hotel-Tagen leider keine gute Rhein-Geschichte wurde #buga31

Im Jahr der BUGA-Bewerbung sollte man am Mittelrhein sensibel sein, wenn man die Rückkehr in die „Championsleague“ der Reiseregionen glaubhaft anstreben will. 

Eine Bemerkung am Anfang: Wer reist, der erlebt Gutes und auch Schlechtes. Das ist überall auf der Welt so. Fehler passieren und mit einem Lächeln und einer Entschuldigung lässt sich vieles ertragen und gerne vergessen. Es menschelt und nicht jeder Gast ist ein Engel. Wir haben ein Hotel kennengelernt, in das wir nicht zurück kehren werden.

Nach dem Bericht der Rhein-Zeitung vom 17. August über einen völlig missratenen Familien-Ausflug erzählen wir hier unsere Erlebnisse von Anfang August. 

Wir dokumentieren hier unser Schreiben, das wir in den nächsten Tagen einem Hotelbetreiber am Mittelrhein senden werden. Wir waren bei ihm und seinem Team während unserer 3. BUGA-Exkursion mit 7 Personen für 2 Übernachtungen eingebucht waren. Wir dokumentieren die Beobachtungen und Erfahrungen. Wir nennen keine Namen.

Wir tun dies, weil es für uns leider kein Einzelfall ist. Vergleichbares haben wir 2016 und 2017 mehrmals am Mittelrhein erlebt. Und wir dabei haben wir auch sehr gute, professionelle Hotels und Pensionen besuchen dürfen, für die wir sehr dankbar sind und die wir jederzeit empfehlen werden.

In unserem Brief an den Hotelbetreiber beschreiben wir 15 Erfahrungen:

Sehr geehrter Herr HOTELIER,

vom DATUM bis DATUM August 2017 nächtigten wir mit 7 Personen bei Ihnen im HOTEL in ORT. Da wir leider nicht nur gute Erfahrungen gemacht haben, möchten wir Ihnen unsere Bemerkungen zur Evaluation und Verbesserung mitteilen.

  1. Die Buchung erfolgte über die Plattform Booking.com. Es war uns nicht möglich, Sie unter der im Internet angegebenen Telefonnummer zu erreichen. Auch eine eigene Internetseite mit Informationen zum Betreiber oder einer Emailadresse gab es nicht. Erst über Umwege erfuhren wir Ihre Handynummer, um Fragen zur Buchung zu stellen. Die besprochenen Wünsche wurden anschließend an die von Ihnen angegebene Emailadresse (…) geschickt. Eine Bestätigung oder Antwort haben wir hierauf nicht erhalten.

  2. Zudem erfuhren wir nur auf eigene Nachfrage, dass Ihr Restaurant im Hotel, mit welchem auf der Buchungsplattform geworben wird, noch nicht eröffnet ist. Hinweise zu alternativen Adressen für das Abendessen erhielten wir nicht.

  3. Bei der Anreise war Ihre Mitarbeiterin an der Rezeption nicht über den angemeldeten Wunsch eines ruhigen Zimmers informiert und wusste auch nicht, dass alle Zimmer als Einzelzimmer gebucht worden waren. Dies ging aus der Buchung eigentlich deutlich hervor. Der Check In dauerte dementsprechend lange und wirkte wenig organisiert. Auch das Stornieren eines der Zimmer benötigte mehrere vorherige Telefonate und ein zusätzliches persönliches Ansprechen an der Rezeption.

  4. Einer Kollegin wurde eine Zimmerkarte ausgehändigt, obwohl das Zimmer mit einem normalen Schlüssel zu öffnen war. Nach langer Wartezeit an der unbesetzten Rezeption erhielt sie schlussendlich den richtigen Schlüssel.

  5. Eine weitere Kollegin erhielt einen Schlüssel für ein Zimmer, der nicht funktionierte und wurde daraufhin in ein anderes Zimmer verwiesen.

  6. In diesem neuen Zimmer gab es weder Bettwäsche noch Handtücher. Auf ihre Reklamation hin wurde das Bett mit einer Synthetik-Wolldecke anstelle eines Bettlakens bezogen.

  7. Aus einem anderen Zimmer wurde zeitgleich eine Bettdecke wieder entwendet.

  8. Handtücher erhielt die Kollegin trotz Reklamation erst am zweiten Tag, ebenso echte Bettwäsche.

  9. Die Zimmer wirkten leider nicht alle gepflegt. Unordentlich gemachte Betten, geknickte Servietten unter den Gläsern, fleckige Wasserhähne, grob beschädigter Putz, schmutzig-graue Badewannenböden, vergessenes Putzmittel der Reinigungskraft und Socken des vorherigen Gastes fanden wir vor.

  10. Das im Internet versprochene WLAN war leider nur in der unmittelbaren Nähe der Rezeption verfügbar. Ein Umstand, der für Dienstreisende sehr unglücklich ist.

  11. Ebenso gab es in dem „ruhigen“ Zimmer keine Klimaanlage, doch das Schlafen bei offenem Fenster gestaltete sich aufgrund der Bahn leider wenig ruhig.

  12. Beim Frühstück begrüßte uns eine sehr freundliche Servicekraft mit einem Kaffee, doch über die verwelkten Rosen auf den Tischen und die günstigen aufgebackenen und harten Brötchen konnte dies leider kaum hinwegtrösten.

  13. Zu diesen Umständen kam hinzu, dass das Zimmer einer weiteren Kollegin am zweiten Abend mit geöffneter Tür vorgefunden wurde. Die Kollegin ist sich sicher, das Zimmer mit einem normalen Schlüssel sogar abgeschlossen zu haben, da sie wertvolle Technik in ihrem Zimmer verwahrt hatte.

  14. Bei den vorgefundenen Verhältnissen fühlte sich eine Kollegin gezwungen, früher abzureisen. Ein ordentlicher Check Out fand am zweiten Abend statt.

  15. Leider ging das Gitter der Tiefgarage nicht direkt auf. Das Parkticket wurde nicht über das Hotel gebucht, sondern war direkt vor Ort am Automaten der Tiefgarage bezahlt worden. Es ist schade, dass eine Ihrer Mitarbeiterinnen den übrigen Kollegen gegenüber beim Check Out behauptete, die vorab abgereiste Kollegin habe nicht ausgecheckt und das Parkticket sei nicht bezahlt. Es wurde in Abwesenheit der betreffenden Kollegin daraufhin ein nicht gebuchtes Parkticket Ihrerseits verbucht.

(…) Es ist uns daran gelegen, keine öffentliche Rezension zu verfassen, sondern Ihnen unsere Bemerkungen persönlich mitzuteilen. Wir bitten Sie, unsere Anmerkungen als freundliche Hinweise zur Evaluation aufzufassen und zur Verbesserung anzunehmen.

 

 

Hoch oben und tief unten – Die 3. BUGA-Exkursion auf und im Rheinischen Schiefergebirge (Video)

Unterwegs für die BUGA2031: Zum dritten Mal besucht die Entwicklungsagentur interessante Orte am Mittelrhein. Wo liegt Potenzial für eine Bundesgartenschau? Vielleicht hoch oben in den Aussichtsorten an den Hangkanten („Hühnertempel“ und „Pilz“) rund um die Loreley. Oder unter Tage: In den Schieferbergwerken in Kaub und bei Bacharach, die einst zum Leben im Tal überall dazugehörten.

Nach drei Tagen auf Tour – über die Hänge, durch die Städte und Dörfer, weit auf Aussichtstürme hinauf und durch das gastronomische Angebot hindurch – stecken wir voller neuer Eindrücke. Von einigen berichten wir in diesem Video.

 

Wenn’s gut wird, dann liegt’s auch am BUGA-Wirt: Die Koblenzer IHK berät Betreiber und Nachfolger

ihk-002ihk-001

Rund 4.000 Gastronomen und Hoteliers im nördlichen Rheinland-Pfalz werden in den nächsten Jahren Nachfolger suchen. Die IHK Koblenz berät kostenfrei und speziell für das Gastgewerbe in vertraulichen Gespräche mit Experten, wie es für Ihr Unternehmen weitergehen kann. Ziel der einstündigen Erstberatung ist eine erste Orientierung für die heutigen Betreiber. Melden Sie sich bei der IHK an.

Jetzt können die Welterbe-Gemeinden Flächen für die BUGA 2031 vorschlagen

013BUGA2031_Mai 2017_(c) P!ELErst haben im April und Mai viele Bürger Vorschläge und Wünsche zusammengetragen, jetzt sind die rund 50 Kommunen am Zuge. Sie können im Sommer Flächen vorschlagen. Die Autoren der Machbarkeitsstudie werden die Sammlung nutzen, um eine zusammenhängende und wirksame Buga-Gesamtfläche zu konzipieren.

Bis November 2017 wird die notwendige „Machbarkeitsstudie“ fertig werden. Die Öffentlichkeit wurde in den Arbeitsprozess in unterschiedlichen Formaten eingebunden: Der „BUGA-Start-Workshop“ am 22. April, sowie die beiden Folge-Workshops am 13. und 20. Mai verliefen mit großer und sehr positiver Resonanz. Darüber hinaus liefen unterschiedliche Expertengespräche (Themen Mobilität, Tourismus, Orts- und Regionalentwicklung, BUGA und die Region; Wasser in Planung) und Abstimmungsrunden mit Partnern und externen Fachkräften, um die gesamte Region in den Planungsprozess und die Entwicklung des Veranstaltungskonzeptes mit einzubinden. Nun gilt es, die ersten Konzeptansätze zu konkretisieren und das notwendige Flächenprogramm einer BUGA auf entsprechenden Ausstellungsflächen zu verorten. Diese Flächen als solche sind größere zusammenhängende Grünflächen/ Freiräume, die für den Zeitraum der BUGA eingefriedet werden sollen.

Den Mitgliedern des Zweckverbandes Welterbe Oberes Mittelrheintal wurde der Fragebogen am 29. Juni 2017 vorgestellt. Die Kommunen müssen bis 17. August beispielsweise folgende Angaben machen

technisch-bauliche Rahmenbedingungen

  • Flächengröße
  • Ausdehnung
  • zusammenhängende Flächenstruktur
  • getrennte Flächenstruktur
  • Möglichkeit der Einfriedung
  • Erschließung für Ver- und Entsorgung
  • fliegende Bauten
  • Topografie
  • Oberflächenbeschaffenheit
  • Bebauung
  • Altlasten
  • Vornutzungen

 

Erreichbarkeit

  • Autobahnanschluss
  • Zubringerstraße
  • Bahnhaltepunkt
  • Schiffsanleger

 

Standort-Authentizität

  • Eignung als Ausstellungsfläche

 

Tourismuspotential/ Öffentlichkeits-Wirksamkeit

  • größte Veranstaltung im Jahr
  • größte Besucherattraktion
  • touristisches Potential

 

wirtschaftlich-rechtliche Rahmenbedingungen

  • Eigentumsverhältnis
  • Erklärung zum Eigentumsverhältnis
  • Erklärung zum Eigentumsverhälnis wird nachgereicht
  • Nachnutzung
  • bestehende Miet-oder Nutzungsverträge
  • planungsrechtliche Restriktionen / Auflagen